Von den Steilhängen ins Glas: Die Eisacktaler Weißweine

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Im südlichen Eisacktal gedeihen außergewöhnliche Reben, Weinsorten und Weingüter. Das mediterran-alpine Klima sorgt für frische und mineralische Weiße – darunter einige der besten Sylvaner, Kerner und Rieslinge.

Das südliche Eisacktal liegt dort, wo die Weinberge noch tatsächliche Berge sind: zwischen den Dolomiten im Osten und den Sarntaler Alpen im Westen. Hier am Übergang zwischen den Alpen und den mediterranen Landschaften bauten schon die Römer Wein an. Heute stehen auf rund 300 Hektar Fläche Reben. Die sandigen Urgesteinsböden aus Quarz und Glimmer, die Steillagen und das spezielle Mikroklima mit heißen Sommertagen sowie frischen Bergnächten verleihen den weißen Trauben ein besonders intensives Aroma. Vor allem Sylvaner, Kerner, Gewürztraminer, Müller Thurgau, Riesling und Veltliner werden hier gekeltert. Viel Liebe, Idealismus und Wille zur Qualität ist nötig, um die Arbeit in den Rebgärten, die teils in Steillagen bis zu 950 Meter Höhe liegen, zu bewältigen und die außergewöhnlichen Aromen in die Flasche zu bringen.

Die Frische des Eisacktals auf dem Gaumen

Frische, Fruchtigkeit und Mineralität: So beschreiben die Eisacktaler Winzer ihre Erzeugnisse. Vom Bio-Weingut Zöhlhof und von den Weinhöfen Radoar und Garlider in Feldthurns, dem Röckhof in Villanders, dem Spitalerhof und der Eisacktaler Kellerei in Klausen kommen immer wieder prämierte Weiße, allen voran Sylvaner und Kerner. Die Beurteilungen kann jeder Hobby-Önologe im südlichen Eisacktal auch seiner persönlichen Überprüfung unterziehen. Etwa bei einer Wanderung auf dem 3,5 Kilometer langen Weinweg von Klausen durch die Leitacher Rebhänge bis nach Feldthurns. Hier kommt man an mehreren Weingütern vorbei, bei denen sich ein Zwischenstopp zur Verkostung lohnt. Kenner wandern auch gerne durch die steilen Lagen der Benediktinerinnenabtei Säben oberhalb der Stadt, um danach in der modernen Eisacktaler Kellerei in Klausen einzukehren und im neuen Wine-Shop die besten Weine zu verkosten und mit nach Hause zu nehmen. Im Herbst bis Ende November verspricht auch eine Wanderung am Keschtnweg zwischen Barbian, Villanders, Klausen und Feldthurns Genussmomente. Unterwegs laden nämlich gemütliche Buschenschänke zum Törggelen ein. Der „nuie“ Wein harmoniert bestens mit Keschtn, Schlutzkrapfen, Hauswürsten und Krapfen. www.klausen.it

Weinfeste in Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders*'
18.10.–10.11.19: 23. Keschtniglwochen – Feldthurns
19.10.19: Traditioneller Törggelemarkt – Garten Schloss Velthurns