Die Goldstücke des Raurisertals abseits der Pisten

Mittwoch, 11. Oktober 2023

Vor 100 Jahren wurde in den Hohen Tauern noch nach Gold geschürft. Heute sind die Schätze, die man im Raurisertal entdecken kann, nicht minder beeindruckend: mächtige Dreitausender, sonnige Höhen und fünf verschneite Seitentäler, die in längst vergangen geglaubte Winterwelten zurückversetzen.

Jahrhundertelang wurde in der Goldberggruppe nach edlem Metall geschürft, mittlerweile ist die fast unberührte Natur der größte Schatz des Raurisertals. Im Talschluss Kolm Saigurn, einst geschäftiges Zentrum des Bergbaus, ist heute der Treffpunkt für die sanften Sportarten. Tourengeher genießen hier die Abfahrten von den mächtigen Dreitausendern Hocharn und Hohem Sonnblick. Eiskletterer arbeiten sich an einer der 14 Kaskaden aus gefrorenem Wasser um den mächtigen Barbarafall in der „Eisarena Kolm Saigurn“ hoch. Schneeschuhwanderer durchstreifen mit einem Nationalpark­Ranger zu Vollmondnächten den atemberaubend schönen Rauriser Urwald mit seinen Jahrhunderte alten Fichten und Zirben. Überall locken die Naturschönheiten des Nationalparks Hohe Tauern und Berge von unberührtem Schnee.

Groß- und schmalspurig um das Bodenhaus

Zwei Mal pro Woche sind Nationalpark Ranger die Begleiter beim Schneeschuhwandern im Raurisertal. Dann wird der markierte Trail vom Alpengasthof Bodenhaus hinauf in den Talschluss Kolm Saigurn „großspurig“ angegangen. Die einfache Route über 370 Höhenmeter durch den Hochwald ist in etwa drei Stunden Gehzeit zu schaffen. Dafür eröffnet die Tour einen der schönsten Tal­schlüsse in den Salzburger Alpen unter dem markanten Hohen Sonnblick (3.106 m). Nach der Stärkung in einer der beiden Hütten steht eine Entscheidung an: den Rückweg mit Schneeschuhen antreten oder mit einer Leihrodel abkürzen? Im Hüttwinkltal beim Alpengasthof Bodenhaus und im Ortsteil Bucheben starten die 26 Kilometer schneesicheren Langlaufloipen des Raurisertals.

Schatzkiste für Skibergsteiger

Am Hohen Sonnblick im Talschluss Kolm Saigurn, steht das älteste und höchst gelegene Wetter-Observatorium Europas. Der Gipfel zählt gleichzeitig zu den begehrtesten Zielen der Tourengeher im Raurisertal, neben dem Hocharn, Silberpfennig und Kolmkarspitz. Laut dem Tourenführer „Meine Spur“ ist die Goldberggruppe eine wahre „Schatztruhe für Skitouren-Geher“. Die Touren sind allerdings sehr anspruchsvoll, fordern eine gute Planung und eine entsprechende Wetter-, Schnee- und Lawinensituation. Auf Nummer sicher geht, wer sich für die markierte Aufstiegsroute des Skitourencenter Raurisertal entlang der Kreuzboden- und Waldalmbahn entscheidet und über die präparierte Piste ins Tal fährt.

Rodelnd durch die Winternacht

Mit dem Kreuzboden Sessellift in Rauris können die Rodler zum Startpunkt hinauffahren: Von der Bergstation schlängelt sich eine zwei Kilometer lange Rodelbahn hinunter nach Rauris. Zwei Mal pro Woche ist sie abends beleuchtet und die Kreuzbodenbahn von 19 Uhr bis 20.30 Uhr in Betrieb. Historisch interessant wird es bei den wöchentlichen Abendwanderungen durch den einzigartigen Ortskern von Rauris im Lichterschein der Fackeln. www.raurisertal.at

Bilder
Gipfelstürmer genießen den Ausblick (c) Michael Gruber (Tourismusverband Rauris)
Rodelspaß mit der Familie auf der Naturrodelbahn (c) Fotostudio Creatina (Tourismusverband Rauris)
Die unberührte Natur beim Langlaufen genießen (c) Eder Stefan (Tourismusverband Rauris)
Schneeschuhwanderung zur Astenschmiede (c) Florian Bachmeier (Tourismusverband Rauris)

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3.108
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honorarfrei
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